Rheinsberg - Die Kulturhauptstadt im Norden Brandenburgs

An der Südspitze der Mecklenburger Seenplatte, im nördlichen Brandenburg, direkt an der deutschen Alleenstraße befindet sich die malerische Stadt Rheinsberg die zum Landkreis “Ostprignitz-Ruppin” gehört. Der Ort ist umgeben von Wald, Seen und Natur und ist seit 1968 staatlich anerkannter Erholungsort im „Ruppiner Land“. Vor den Toren Berlins beginnt das „Ruppiner Land“ und erstreckt sich im Norden bis zur „Mecklenburgischen Seenplatte“.

Rheinsberg wird nicht umsonst als “Die Kulturhauptstadt im Norden Brandenburgs” bezeichnet. Die Stadt wurde durch das von Kurt Tucholsky verfasste Buch: “Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte” berühmt, ebenso durch die Erwähnung in Fontanes Werk: ”Wanderungen durch die Mark Brandenburg”.
Seit Urzeiten schon wird die Gegend um Rheinsberg besiedelt. Erste Siedlungsreste konnten auf der im Rheinsberger See liegenden Remus-Insel entdeckt werden. Während der frühdeutschen Besiedlung wurde eine Burganlage am östlichen Seeufer errichtet. Die Burg und die Stadt wurden im 13./14. Jahrhundert als Grenzfeste gegen mecklenburgische Ansprüche ausgebaut.

Die Stadt Rheinsberg ist untrennbar mit dem Rheinsberger Schloss und dem Herrschaftsgeschlecht der Hohenzollern verbunden. Das Rheinsberger Schloss wurde durch den Erwerb des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I., dem „Soldatenkönig“,  von einem Renaissancebau zur Residenz seines Sohnes Friedrichs des Großen (Friedrich II von Preußen, auch Friedrich der Große oder "der alte Fritz" genannt) (1712-1786) ausgebaut. Die Residenz gilt als Musterbau des “Friderizianischen Rokokos”.

Das Rheinsberger Schloss und der dazugehörige Park dienten als Vorlage für Potsdams Schloss Sanssouci.

Rheinsberg entwickelte sich durch den Um- und Ausbau des Schlosses immer mehr zu einer barocken Residenzstadt. 1740 brannte die Stadt nieder und wurde darauf unter Aufgabe der mittelalterlichen Stadtstruktur, nach den Plänen des Architekten Wenzeslaus von Knobelsdorff wiedererrichtet.